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Untergrund

Verarbeitungstipps

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Untergrund prüfen

Der Putzgrund (Untergrund) hat maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl des Putzmaterials und vor allem auf die Art der Verarbeitung (z.B. Vorbehandlung des Putzgrundes, Putzdicke).

Vor Beginn der Putzarbeiten ist der Putzgrund auf seine diesbezügliche Eignung zu prüfen. Der Putzgrund muss

  • trocken
  • ebenflächig
  • tragfähig und fest
  • ausreichend formstabil
  • nicht wasserabweisend, gleichmäßig saugend, homogen
  • rau, staubfrei, frei von Verunreinigungen
  • frei von schädlichen Ausblühungen (Bartbildung)
  • frostfrei und über +5 °C temperiert

sein.

Entspricht der Putzgrund nicht den notwendigen Anforderungen, sind die angeführten Maßnahmen zu ergreifen. Generell sind verputzende Flächen immer mit Besen oder Bürste zu reinigen und alle losen Teile rückstandslos zu entfernen. Tapeten und nicht wasserfeste Anstriche sind vollständig zu entfernen. Bei Schimmelbildung und Feuchtigskeitsbildung ist unbedingt ein Fachmann zu Rate zu ziehen. Anschließend sind die weiteren Arbeitsschritte einzuleiten.

Optische Prüfung

Ungünstig für die Putzhaftung sind offensichtliche Risse, anhaftende Fremdstoffe, mürbe oder lockere Teile, Schmutz, Schimmel etc. Maßnahmen: Lose Teile, Fremdstoffe und Verschmutzungen mit einem Stahlbesen rückstandslos entfernen.

Kratzprobe

Über die Kratzprobe erfährt man, ob ein Untergrund tragfähig ist oder erneuert werden muss. Zum Beispiel mit einem Schraubendreher ritzt man Kerben in den Untergrund. Je höher die Ritztiefe, desto geringer ist die Festigkeit des Untergrundes. Bei zu geringer Festigkeit muss der Untergrund erneuert werden.ber die Kratzprobe erfährt man, ob ein Untergrund tragfähig ist oder erneuert werden muss. Zum Beispiel mit einem Schraubendreher ritzt man Kerben in den Untergrund. Je höher die Ritztiefe, desto geringer ist die Festigkeit des Untergrundes. Bei zu geringer Festigkeit muss der Untergrund erneuert werden.

Wischprobe

Die Wischprobe eignet sich, um die Beschaffenheit des Untergrundes auf Staub, Schmutz oder kreidende Anstriche zu charakterisieren. Hierzu fährt man mit der Handfläche über den Untergrund. Kreidet der Untergrund, ist dieser nicht tragfähig und muss gereinigt werden.

Mit der Klebebandprobe prüft man die Tragfähigkeit von Anstrichen. Hierzu wird ein Klebebandstreifen (z.B. 3M Scotch Brand Tape, 2,5 cm breit) fest auf den Untergrund aufgeklebt und nach einigen Minuten ruckartig abgezogen. Blättert dabei der Anstrich ab, muss dieser vollständig entfernt werden.

Wasserprobe

Die Wasserprobe gibt Aufschlüsse über die Wasserfestigkeit des Untergrundes. Hierzu feuchtet man den Untergrund mit einem nassen Pinsel an, lässt Wasser einige Zeit einwirken und streicht mit der Hand über den Putzgrund. Ist der Untergrund schmierig oder färbt er ab, ist er als Untergrund für Putz-, Ausgleichs- oder Fiesenarbeiten ungeeignet und muss entfernt werden.

Untergrund vorbehandeln

Eine Putzgrundvorbehandlung dient dem festen und dauerhaften Verbund zwischen Putz und Putzgrund.

Zur Regulierung des Saugverhaltens und zur Haftverbesserung von Putzen oder Spachtelmassen erfordern verschiedene Untergründe spezifische Behandlungen.

Wozu grundieren?

  • für bestmögliche Verbundhaftung
  • für optimale Festigkeitsentwicklung
  • zur Saugfähigkeitsregulierung
  • für nahezu porenfreie Spachtelschichten
  • für gleichmäßige Farbgebung

Je nach Materialbeschaffenheit und Saugfähigkeit des Untergrundes bietet Knauf verschiedene Grundierungen an, die ein optimales Endergebnis garantieren.

Die auf den Untergrund aufgebrachte Grundierung muss vollkommen trocknen, erst dann kann mit dem nächsten Arbeitsschritt begonnen werden.

Unter Grundputzen wählt man die Grundierung entsprechend des Saugverhaltens des Untergrundes. Dieses ermittelt man am besten mit dem Wassertropfentest.

  • Normal saugende Untergründe sind beispielsweise Altputze aus Gips, Kalk- und Kalk-Zement sowie Gips- und Gipsfaserplatten. Diese Untergründe werden mit Knauf Tiefengrund behandelt. Er ist innen und außen gleichermaßen einsetzbar.
  • Schwach saugende Untergründe sind glatter Beton und tragende Altanstriche. Diese werden mit Knauf Betokontakt grundiert. Betokontakt ist nur für den Einsatz innen geeignet.
  • Stark saugende Untergründe wie Porenbeton, Kalksandstein oder Ziegelmauerwerk mit Knauf Haftemulsion grundieren. Diese ist für innen und außen geeignet.

Für Dekorputze wird die Grundierung abhängig vom gewünschten Dekorputz gewählt. Knauf Sperrgrund mit eingebauter Ruß-, Nikotin- und Gilbstoffsperre ist eine Spezialgrundierung unter Knauf EASYPUTZ. Der Sperrgrund unterscheidet sich vom Putzgrund beispielsweise dadurch, dass er kein Stützkorn enthält. Er ist, wie der EASYPUTZ, nur für innen geeignet. Knauf Putzgrund dient als Haftvermittler für die Dekorputze Knauf Royal-Fertigputz und Mineralputz Diamant. Er kann innen und auch außen zum Einsatz kommen.

Untergrund vorbereiten

Putzgrundvorbereitung und -vorbehandlung haben wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Oberfläche.

Unter anderem sind dehalb z.B. Schlitze, Fehlstellen, größere Fugen vor dem Verputzen mit geeignetem Mörtel zu schließen. Ein Mörtel ist ein Gemisch aus Bindemitteln, Wasser und Zuschlag bis vier Millimetern Korngröße. Die Bindemittel, normalerweise Kalkhydrat, Zement, Gips oder Anhydrit, entscheiden über die Eigenschaften des Mörtels. Für die Auswahl des geeigneten Mörtels bzw. des richtigen Knauf Produktes sind nachfolgende Fragen entscheidend:

  • Gewünschte Oberflächenstruktur - Kalk-Zement-Putz oder Gipsputz?
    Gipsputze sind rissfester, glatter und flexibler einsetzbar als Putze auf Basis Kalk, Zement und Sand. Gips- und gipshaltige Putzmörtel sind nur für Innenputze geeignet und werden grundsätzlich einlagig aufgetragen. Für die Ausführung eines Glättputzes sind nur gipshaltige Putzmörtel anzuwenden.
  • Gleiche Oberflächenstruktur?
    Schon aus optischen Gründen sollten Ausbesserungsarbeiten von schadhaften Stellen eine ähnliche Oberflächenstruktur haben wie die restliche (bereits verputzte) Fläche. Ist die verputzte Fläche eher grob strukturiert, sollten Ausbesserungsarbeiten mit einem grobkörnigerem Produkt durchgeführt werden. Greift sich die Oberfläche sehr glatt an, sollte man feinstrukturierte Materialien mit geringer Körnung verwenden.
  • Wie groß ist die schadhafte Stelle?
    Entscheidend ist hier die Frage ob es sich um reine Oberflächenschäden handelt oder ob Löcher und Risse zu füllen sind. Die Auswahl des Materials erfolgt nach der möglichen Schichtdicke - je breiter und tiefer ein Riss, desto höher muss die entsprechende Schichtdicke sein.
  • Innen oder außen?
    Anwendungsbereich des Produktes ist zu beachten.
  • Putz in Nassräumen und für Verfliesungen?
    Eignung des verwendeten Werkputzmörtels beachten. Bereits geglättete oder verriebene Putzflächen sind vor dem Verfliesen aufzurauen und zu entstauben. Je nach Feuchtigkeitsbeanspruchung ist vor dem Verfliesen eine geeignete Grundierung bzw. Abdichtung aufzubringen.

Vorbereitende Maßnahmen sind auch baustoffspezifisch zu treffen. Die Maßnahmen beziehen sich dabei hauptsächlich auf eine entsprechende Vorbehandlung des Untergrundes um einen dauerhaften Verbund zwischen Putz und Putzgrund herzustellen (siehe auch Untergrund vorbehandeln).

Bei Wänden und Decken aus Knauf Gipsplatten sind - mittels geeigneter Knauf Fugen-Spachtelmassen - zunächst die Plattenfugen zu schließen. Sollen die Gipsplatten anschließend mit einem sehr fein strukturierten Dekorputz verputzt oder Malerarbeiten (ev. auch spezielle Spachteltechniken) durchgeführt werden, sollte zur Vermeidung eines Streiflichteffektes die gesamte Plattenoberfläche vollflächig verspachtelt werden. Etwaige Anschlussfugen zwischen Mauerwerk und Knauf Gipsplatten sind mit Knauf Riss- und Fugenkitt zu füllen.

Bevor der der nächste Arbeitsschritt eingeleitet werden kann, muss der Untergrund vollkommen getrocknet sein - die Verarbeitungshinweise des verwendeten Materials sind unbedingt zu beachten.

Immer das richtige Knauf Produkt
Anforderung an die Untergrundvorbereitung Richtiges Knauf Produkt
kleine Schadstellen (z.B. Dübellöcher) Knauf Spachtelfix
Oberflächenschäden bis ca. 4 mm Knauf Gelbband
Knauf Füllspachtel innen
Knauf Wandspachtel innen
Risse, Löcher bis 20 mm, speziell für Reparaturen vor dem Verfliesen, zum Verputzen von Porenbeton Knauf Universal Wand- und Bodenspachtel
Risse, Löcher bis 90 mm, etwas gröber strukturiert Knauf Grünband 0 – 90 mm
Risse, Schadstellen im Außenbereich Knauf Feinputz weiß
Knauf Füllspachtel außen
Gipsplatten vollflächig verspachteln, Schaffung einer feineren Oberflächenstruktur (bei grobem Putzuntergrund) Knauf F2F (Filler to Finish) - Fertigfeinspachtel weiß

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