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Sanieren mit Gipsfaser

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Mit dem vorangestellten Kürzel „GIFA“ kennzeichnet das Unternehmen Knauf eine innovative Produktgruppe aus Gipsfaserplatten. Über ein patentiertes Wickelverfahren werden dem Gipsbrei beigemengte Zellulosefasern ausgerichtet und die Masse anschließend mit hohem Druck verpresst. Nach der Trocknung werden die Platten auf ihre endgültige Stärke geschliffen. Die so entstandenen Rohplatten in Dicken von bis zu 42 Millimetern werden unter dem Produktnamen GIFAtec vertrieben und sind zugleich Basismaterial für eine Vielzahl von weiteren Aus- und Fertigbauteilen des Unternehmens. Die technischen Qualitäten der Gipsfaserplatte basieren auf ihrer hohen Materialdichte von bis zu 1500 kg/m3 sowie der enormen Materialzähigkeit. Als einziger Werkstoff seiner Art ist GIFAtec europaweit in der Baustoffklasse A1, nichtbrennbar, klassifiziert. Die Platte bietet zudem einen hervorragenden Schallschutz sowie eine hohe Oberflächenhärte und eignet sich sogar als beschusssichere Wandeinlage. Die durch und durch homogene Struktur ermöglicht eine dreidimensionale Bearbeitung mit anschließender hochwertiger Oberflächenvergütung. GIFAtec eignet sich als Rohplatte zur bauseitigen Weiterverarbeitung, speziell für Bodenkonstruktionen werden technisch abgestimmte Konstruktionssysteme angeboten. GIFAtec-Platten werden in Größen bis zu 3100 x 1260 mm gefertigt und für hochwertige Trockenbaukonstruktionen verwendet, sobald bei Schall- und Brandschutz oder Oberflächenrobustheit erhöhte Anforderungen erfüllt werden müssen. Ähnlich den Holzwerkstoffen können Gipsfaserplatten einfach bearbeitet werden – durch Fräsen, Sägen, Bohren oder Schleifen in jeglicher Form. Auch Einfärben, Lasieren, Lackieren sowie Furnieren und Beschichten sind möglich, bis hin zu robusten Spezialbeschichtungen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig und bei Brandschutzanforderungen ersetzen diese Sonderanfertigungen unerkannt die bewährten Holzkonstruktionen.

Was Sie wissen sollten

GIFAfloor

Aber auch im Bodenbereich wird der Werkstoff Gipsfaser gerne eingesetzt. Ob als Doppelboden oder als Flächenhohlboden, seine trockene Verlegung bietet zahlreiche Vorteile gegenüber nassen Bodensystemen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Trittschalldämmung. GIFAfloor wird als Doppelboden-Rohling, als ein- bzw. zweilagiger Flächenhohlboden mit Nut- und Federkante in unterschiedlichen Materialstärken sowie Standard- und Individualrastermaßen angeboten. Die Flächenhohlboden-Platten werden verlegefertig auf die Baustelle geliefert, eine werkseitige Grundierung schützt die Platte bei Transport und Verlegung. Ein exakt abgestimmtes Zubehör aus Stützen, Systemkleber, Übergangsprofilen oder Revisionsrahmen ermöglicht eine hohe Verlegeleistung und perfekte Oberfläche für den Endbelag. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Sanierung und Modernisierung von Altbauten. Wie konsequent sich das Unternehmen auf das Thema Renovierung einstellt, zeigen zukunftsweisende Systeme, die einen schlanken Fußbodenaufbau ermöglichen und gleichzeitig allen Anforderungen nach Energieeffizienz, Komfort und Wirtschaftlichkeit gerecht werden. Schnelle Weiterverarbeitbarkeit und geringes Gewicht sind weitere Anforderungen, denen sich moderne Boden-Konstruktionen stellen müssen. Bei Altbaudecken, welche statisch nicht mehr stark belastet werden dürfen, bietet Knauf mit GIFAfloor eine leichte und damit ideale Bodenlösung für derartige Anforderungen an.

Sanierung eines historischen Palais

Ein besonderes Beispiel stellt die Sanierung des Stadtpalais Liechtenstein in der Wiener Innenstadt dar. In diesem historischen Gebäude wurde GIFAtec in drei verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt. Einerseits galt es eine Holztramdecke von oben mit einem funktionalen Fußboden fit zu machen. Auf die Holztramdecke wurde GIFAfloor in den Stärken von 32 und 18 mm als 2-lagige Konstruktion aufgebracht. Auf diese leichte und schlanke Konstruktion, welche die Holztramdecke zudem noch 90 min. brandschutztechnisch schützt, wurde ein mit Parkett applizierter Doppelboden in Form von GIFAfloor DB mit einer Stärke von 34 mm aufgeständert. Der Doppelboden bietet nun ausreichend Platz für die erforderliche Haus- und Elektrotechnik des Palais.

Bodensanierung im Stadtpalais Liechtenstein

Als zweites Einsatzgebiet diente eine Bestandstramdecke mit Schalung und einem bestehendem kompletten Fußbodenaufbau. Dieser Fußboden durfte aus denkmalgeschützten Gründen nicht verändert werden. Wie konnte man den Brandschutz dieser Konstruktion erhöhen? Knauf hat hier mit dem IBS aus Linz zusammengearbeitet. Kurz gesagt wurde bei der Holztramdecke eine GIFAtec-Platte “eingeschoben“. Es wurden die Pfosten seitlich aufgedoppelt, welche nun als Aufleger für die GIFAtec-Platten als Brandschutzertüchtigung für den historischen Fußboden dienen. Auf der Unterseite wurde die Tramdecke mit zwei Lagen Fireboard 20 mm geschützt.

Der dritte Anwendungsbereich im Stadtpalais Liechtenstein war die Vorhalle des Lastenaufzugs im Erdgeschoss statisch auf Vordermann zu bringen. Mit einer eigenen Stahlunterkonstruktion in einem Raster von 60x60 cm und einem Fußbodenaufbau als 2-lagige Konstruktion, bestehend aus je 38 mm starken GIFAfloor-Platten konnte erreicht werden, dass dieser Untergrund für eine Staplerbefahrung geeignet ist.

Neben Optik und Funktionalität rückt ein wichtiger Aspekt immer mehr in den Mittelpunkt der planerischen Aktivitäten: Sicherheit. Eine Anforderung, die der Werkstoff GIFAtec mit seinen unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten in vielen Punkten perfekt umsetzt, wie das Stadtpalais Liechtenstein eindrucksvoll beweist.

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