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Science Fiction Fertighausbau

Science Fiction Fertighausbau36. Fertighaus-Symposion

(v.l.n.r): Werner Kopp, Leiter Marketing und Anwendungstechnik von Saint-Gobain ISOVER Austria, Stefan Pointl, Vertriebsleiter der Knauf GmbH, Erich Benischek, Geschäftsführer der Blauen Lagune (© Cityfoto/Blaue Lagune/Isover/Knauf)

Das 36. Fertighaus-Symposion, das traditionellerweise von den Unternehmen Blaue Lagune, Saint-Gobain ISOVER Austria und der Knauf GmbH organisiert wurde, fand dieses Jahr vom 01 - 03. Juni im oberösterreichischen Ansfelden statt. Die rund 70 TeilnehmerInnen warfen einen Blick in die Zukunft des Holzbaus, beschäftigten sich mit dem Thema Building Information Modeling (BIM) und sahen eindrucksvolle Best Cases.

Nach der Begrüßung durch Stefan Pointl, Vertriebsleiter der Knauf GmbH, erläuterte Erich Benischek, Geschäftsführer der Blauen Lagune, die Chancen der Fertighausbranche im Hinblick auf die Marktveränderungen in der EU und Österreich. Werner Kopp, Leiter Marketing und Anwendungstechnik von Saint-Gobain ISOVER Austria, Bmst. Ing. Ferdinand Obernhuber und Ing. Bernd Höfferl, Technischer Leiter der Elk Fertighaus GmbH, referierten über die Herausforderung Schallschutz und die unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten im Leicht- und Holzbau.

Josef Haas, Geschäftsführer und Eigentümer der Kampa GmbH, startete mit den Best Cases im Holzbau und konzentrierte sich auf den mehrgeschossigen Objekt- und Wohnbau. Er stellte seine neu errichtete achtgeschossige Firmenzentrale namens K8, ein Plusenergiehaus in Holzbauweise, das in nur einem halben Jahr errichtet wurde, vor. Erich Benischek präsentierte ein Konzept über Floating Homes. „Niederlande ist hier ein Vorreiter, aber schwimmende Architektur wird auch in Österreich immer mehr zum Thema. Wichtig dabei ist, dass die rechtliche Seite für Floating Homes in Österreich geklärt wird“, erklärte Benischek die Herausforderung. Architekt Mag, Lois Hagmüller von Hagmüller Architekten ZT GmbH referierte über die Entwicklung des Holzbaus in Österreich aus der Sicht des Architekten und ging auf das mehrfach ausgezeichnete Holzbauprojekt Kindergarten Maria Anzbach ein. „Wir konnten die Gemeinde davon überzeugen den Zubau des Kindergartens in Holzbauweise zu errichten und sie haben es bis dato nicht bereut“, erläuterte Hagmüller die Situation.

Architekt DI Peter Kompolschek, führender Mitarbeiter des Normenkomitees 011 „Hochbau Allgemeines“, erklärte in seinem Vortrag das neue digitale Gebäudemodell, besser bekannt unter „Building Information Modeling (BIM.) „BIM ist meiner Meinung nach die Schlüsseltechnologie und die gemeinsame Sprache für die gesamte Bauindustrie“, meinte Kompolschek. BIM ermöglicht eine hohe Transparenz bei der Entwicklung und Errichtung von Gebäuden. Ing. Matthias Nödl von Vasko+Partner Ingenieure beleuchtete in seinem Vortrag die Wirtschaftlichkeit von BIM. „BIM-Management kann auch als Prozessoptimierung betrachtet werden und macht unsere Planung effizienter“, so Nödl. DI Oliver David Krieg, vom Institute for Computational Design (ICD), Universität Stuttgart warf in seinem Vortrag einen Blick in die Zukunft bezüglich Planung und Fertigung von Gebäuden. „Die neuen Technologien in Planung und Fertigung erlauben es hybride Konstruktionen und neue Architekturen zu entwickeln“, so Krieg.

Am nächsten Tag fand die jährliche Generalversammlung des Österreichischen Fertighausverbandes (ÖFV) statt. Der amtierende Präsident des Verbandes KR Dir. Roland Suter wurde wiedergewählt und in seinem Amt bestätigt.