Knauf Knauf
zurück

Wohnbau-Eventreihe erfolgreich in Linz fortgesetzt

Fachpublikum diskutierte über die Zukunft des urbanen Wohnbaus

Fachpublikum diskutierte über die Zukunft des urbanen Wohnbaus

Am 24.10.2018 fand bereits der zweite von Knauf und Knauf Insulation veranstaltete Wohnbau-Event „Leichter – Höher – Schneller“ statt. Rund neunzig Teilnehmer kamen zur Veranstaltung ins Linzer Kunstmuseum Lentos. Gemeinsam mit oberösterreichischen Bauträgern, Architekten, Planern und Bauunternehmern sowie hochkarätigen Referenten wurden Themen wie Nachverdichtung, modulares Bauen und moderne Stadtplanung erörtert.

Als Referenten begrüßte Knauf Geschäftsführerin Mag. Ingrid Janker den oberösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreter, Dr. Manfred Haimbuchner, sowie Architekt MMAG. Johann Traupmann, Mag. Wolfgang Modera als Vorstandsvorsitzenden der GIWOG (Gemeinnützige Industrie-Wohnungs-AG), Geschäftsführer der KMH GmbH Otto Ordelt und den Linzer Infrastrukturstadtrat DI Markus Hein.

Mag. Ingrid Janker widmete sich in ihrer Eröffnungsrede der weltweit rasant voranschreitenden Verstädterung. Es gäbe immer mehr Menschen, die in der Stadt wohnen wollen. Nicht immer müsse es jedoch ein neues Hochhaus sein. „Besonders die Aufstockung von Bestandsgebäuden hilft, den Verbrauch großer Freiflächen zu minimieren und gleichzeitig die Erschließung neuer Verkehrsflächen zu vermeiden. Zudem wird die gesamte energetische Sanierung der aufgestockten Gebäude vorangetrieben“, erläuterte Janker.

Dr. Manfred Haimbuchner stellte leistbares Wohnen in den Mittelpunkt seiner Rede. Laut ihm müsse man sich die Frage stellen, was das Vernünftigste sei, um leistbares Wohnen zu garantieren. Nachverdichtung sei sicherlich eine Lösung, auch bei Neubauten. „Aufgrund immer weniger zur Verfügung stehender Grundstücke müssen wir in die Höhe bauen. Dazu gehört aber auch Mut“, so Haimbuchner. Er hob auch hervor, dass das Land Oberösterreich die höchste Sanierungsförderung in Österreich habe.

Aber auch im Neubau zeigte Architekt Johann Traupmann, bekannt durch den futuristisch anmutenden ÖAMTC-Neubau in Wien,auf, wie man die Anforderungen des Bauherrn baulich bestmöglich umsetzen kann. „Primär ist die ÖAMTC-Zentrale ein wirklich funktionierender Kommunikationsraum geworden und alle Einheiten dieser Organisation sind nun in einem Gebäude vertreten. Trockenbau half hier bei der gelungenen Umsetzung, auch hinsichtlich des Brandschutzes, Schallschutzes und der Akustik“, resümierte Traupmann.

Eine Lösung, um Bauen kostengünstiger zu gestalten, stellte KR Otto Ordelt, Geschäftsführer der KMH GmbH, mit der modularen Bauweise vor: „Herausforderungen wie Kosten, Zeit, Qualität und Fachkräftemangel sind mit dieser Bauweise ganz leicht in den Griff zu bekommen.“ So könne ein zweistöckiges Gebäude mit 12 Wohneinheiten in zwei Wochen ab Kellerdeckenoberkante errichtet werden.

Damit die gesteigerte Wohnungsnachfrage in Ballungsräumen besser bedient werden kann, will Mag. Wolfgang Modera von der GIWOG die Nachverdichtung im eigenen Bestand und auf eigenen Grundstücken forcieren. „Durch die Erhöhung der Dichte können Gemeinkosten anteilig reduziert werden. Es bedeutet aber auf jeden Fall eine Veränderung für die Betroffenen“, so Modera. Es sei hier wichtig, schon im Vorfeld durch gezielte Informationen Ängste zu nehmen und Aufklärung zu leisten.

In der abschließenden Podiumsdiskussion erläuterte der Infrastrukturstadtrat der Stadt Linz, DI Manfred Hein, dass 1.000 bis 1.200 Wohnungen pro Jahr in Linz gebaut werden. „Wir versuchen, die gesteigerte Nachfrage nach Wohnraum zu decken. Doch dies ist auch eine Frage der Infrastruktur“, zeigte Hein die Herausforderungen wie beispielsweise die Zersiedelung der letzten Jahre in Linz auf.